Il Campanile di Giotto

Der Namensgeber von GiOTTO, Giotto di Bondone, wurde 1266 in Vespignano bei Florenz geboren und wuchs als Sohn eines Kleinbauern in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Überlieferung nach zeichnete Giotto im Alter von zehn Jahren mit Kreide auf Steinen, während er Schafe hütete. Der Maler Cimabue entdeckte eine dieser Zeichnungen, die so naturgetreue Motive abbildeten, dass er sich Giotto di Bondones annahm und ihn in seiner Werkstatt studieren ließ. Während seiner Lehrjahre soll Giotto einmal eine täuschend echt aussehende Fliege auf ein Kunstwerk seines Meisters gezeichnet haben, die dieser zu verscheuchen versuchte. Daraufhin soll Cimabue der Ansicht gewesen sein, dass sein Lehrling ihn übertroffen habe. Giotto erhielt danach nicht nur Aufträge aus Florenz, sondern wurde von Papst Benedikt XII. schließlich nach Rom geholt, wo er zehn Jahre tätig war. Auch König Robert von Neapel beauftragte ihn, so dass Giotto schnell als Architekt und Bildhauer berühmt und als Schöngeist und Dichter bewundert wurde.

Eine der vielen Legenden um Giotto besagt, dass er dem Abgesandten des Papstes, der eine Arbeitsprobe von ihm verlangte, freihändig einen so perfekt proportionierten Kreis malte, wie man ihn nur mit einem Zirkel ziehen könnte. Heute gilt Giotto nicht nur als einer der Wegbereiter der italienischen Renaissance, sondern der italienischen Malerei, speziell der toskanischen Freskomalerei, überhaupt. Sowohl in der Technik als auch in der Farbgebung setzte er völlig neue Akzente und legte seine Kunstwerke, im Gegensatz zum damals üblichen zweidimensionalen Stil, bald plastisch an. Seine Werke waren einzigartig – erst zwei Generationen später konnten Maler der Frührenaissance an sein Wirken anknüpfen. Giottos größtes und wohl berühmtestes Kunstwerk ist der Glockenturm des Florentiner Doms. Auch bekannt als „Campanile di Giotto“ schmückt er heute jede GiOTTO-Verpackung.